Einsatzleitplätze Musterklauseln
Einsatzleitplätze. Zur Ermittlung der Anzahl der Einsatzleitplätze (EP) wurde eine Berechnungsmethode der Fa. Forplan/Schmiedel1) herangezogen, die im Stundenintervall sowie unterteilt nach Wochentagen, Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen die Frequenz der Hilfeersuchen erfasst. Die Festlegung auf diese Berechnungsmethode begründete sich insbesondere auf die bundesweit anerkannten Gutachten dieser Fachfirma im Bereich des Rettungsdienstes, der Aktualität der Berechnungsmethode sowie dem Fehlen empirischer Daten für das Gebiet der Region Hannover. Als Berechnungsgrundlage wurde nicht die Anzahl der alarmierten Rettungsmittel, sondern die Anzahl der Ereignisse berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Alarmierung von Notarzt- Einsatzfahrzeug (NEF) und Rettungswagen (RTW) zu einer erkrankten Person nur als ein Einsatz gezählt wird. Für die einzelnen Einsatzarten sind zur Ermittlung der Einsatzbearbeitungszeit Mittelwerte (vgl. Tabelle 1) aus bundesweit erstellten Leitstellengutachten zu Grunde gelegt. Die gemittelte Einsatzbearbeitungszeit ergibt sich aus der gemittelten Gesprächszeit multipliziert mit einem Risikofakor2) von 415% und Addition der Bearbeitungszeit für den Einsatz. Der Risikozuschlag
1 Bei der Fa. Forplan Schmiedel GmbH handelt es sich um ein renommiertes Unternehmen, das im Bundesgebiet seit ca. 10 Jahren anerkannte Gutachten für Rettungsleitstellen erstellt.
2 Der Risikofaktor berücksichtigt insbesondere den zusätzlichen Gesprächsbedarf bei Mehrfachmeldungen (-anrufen) und Status-5-Meldungen (Sprechwunschmeldungen) im Rahmen des Funkmeldesystems wurde aus dem Forplan/Schmiedel-Gutachten zur Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) Elmshorn übernommen, da hier ein trägerseitiger Nachweis der Zeiten vorlag. Die vorstehend genannten Mittelwerte stellen sich wie folgt dar: Notfallrettung 60 7,7 Krankentransport 40 6,8 Brandschutz/Hilfeleistungen 60 28,6 Als Referenzzeitraum wurde die Zeit vom 01.09.2003 bis zum 12.02.2004 zu Grunde gelegt und auf ein Jahr hochgerechnet. Dieser Zeitraum ist als repräsentativ anzusehen, da hier tatsächliche Einsatzzahlen der Jahre 2003 und 2004 unter Berücksichtigung der Folgen der Gesundheitsreform herangezogen wurden. Die Beschränkung auf den vorgenannten Zeitraum aus 2004 erscheint sachgerecht, da sich in den ersten Wochen des Jahres 2004 die seinerzeit noch offenen Fragen der Gesundheitsreform besonders negativ auf die Einsatzzahlen im Krankentransport ausgewirkt haben, nach Klärung dieser Fragen aber wieder eine deutliche Erhöhung ...
