Gestaltung der Freizeit Musterklauseln

Gestaltung der Freizeit. Im Vordergrund der Freizeitgestaltung in der Tagesgruppe steht der Gedanke, dass die Kinder gezielt in ihren Sozialraum eingebunden werden und am Ende der Maßnahme tragfähige Netzwerke im Freizeitbereich für sie entstanden sein sollen. Von Beginn der Tagesgruppenmaßnahme an erarbeiten die MitarbeiterInnen mit der Familie, welche An- gebote die Kinder schon nutzen, welche wichtigen Freundschaften und Kontakte durch die Kinder weiter unterstützt und gefördert werden sollen und wie zusätzliche Freizeitan- gebote ausgestaltet werden können. Hierbei werden neben den privaten Bezugspunkten immer auch institutionelle Angebote, z.B. Verein mit bedacht. Im Alltag der Tagesgruppe gestalten die Kinder und Jugendlichen einen Teil ihrer Frei- zeit nach eigenen Vorstellungen, wobei die MitarbeiterInnen der Tagesgruppe Anregun- gen vermitteln. Daneben werden von den Gruppen regelmäßige Freizeitaktivitäten orga- nisiert wie Kanufahren, Wandern, Fußball, Volleyball etc. Eltern sind immer eingeladen an den Freizeitaktivitäten der Gruppe teilzunehmen und diese mitzugestalten. Einmal im Jahr gibt es eine mehrtägige Familienfreizeit. Alternativ dazu bieten die Gruppen vier Familienfreizeittage im Jahr an. Die MitarbeiterInnen der Tagesgruppe übernehmen eine intensive Schul- und Hausaufga- benbetreuung für die Kinder und Jugendlichen, d. h. eine gezielte Förderung schulischer Entwicklungsprozesse. Die Verbesserung der Leistungsmotivation und die Bewältigung schulischer Ängste durch sozialpädagogische Angebote, um das Selbstwertgefühl zu ent- wickeln und zu stabilisieren, stehen dabei im Vordergrund. Es findet ein regelmäßiger Austausch - zusammen mit den Eltern (-teilen) - mit Lehrer- Innen der umliegenden Schulen statt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schulform die Kinder weder unter- noch überfordert. Es besteht eine enge Kooperation mit Schule, Schulamt, Einrichtung und Jugendamt, um eine adäquate Beschulung zu ermöglichen. Bei den gesamten Prozessen werden die Eltern beteiligt und mit einbezogen. Beteiligung der Kinder und Jugendlichen Im ▇▇▇▇▇▇-▇▇▇▇▇▇▇▇▇▇-Kinderdorf Wetzlar ist die Beteiligung von Kindern und Jugendli- ▇▇▇▇ an sie betreffende Angelegenheiten ein fortlaufender Prozess. Wir haben einen Heimrat gegründet (§ 8 Abs.1 SGB VIII), der gemeinsam mit gewählten Bera- tern/Beraterinnen alle wichtigen Angelegenheiten bespricht und umsetzt. Daneben sind die Kinder in der Tagesgruppe altersentsprechend an allen wichtigen Ent- scheidungen und Informationsprozessen be...
Gestaltung der Freizeit. Die Freizeit wird je nach Entwicklungsstand gemeinsam geplant und strukturiert. Angestrebt wird die Verinnerlichung eines salutogenen Lebensstils mit Ausgewogenheit zwischen Re- gressionsmöglichkeiten (Entspannung, Passivität, Erholung, Muße, genussvolles Essen) ei- nerseits und (innerer und äußerer) Anstrengung, Aktivität, Selbstkontrolle Herausforderung und Freude an körperlicher Leistung andererseits. Bei eskalierter Essstörungssymptomatik werden von den Mitarbeitern verstärkt Kompensationsmöglichkeiten und Kontakt angeboten bzw. gemeinsam entwickelt. Beginnend mit einer engmaschigen interdisziplinären Versorgung mit Tag- und Nacht-Be- treuung auf der Basis eines essstörungsspezifischen Konzeptes und entsprechender räumli- cher pädagogischer, therapeutischen Rahmenbedingungen wird die Annäherung an den All- tag mit alters- und entwicklungsgemäßen Bildungszielen begleitet. Je nach Entwicklungsver- lauf findet der Wechsel in eine weniger intensiv betreute Wohnform mit Verringerung der Versorgungsintensität statt. Die Jugendlichen werden bei der Planung und Strukturierung ihres schulischen Alltags je nach Entwicklungsstand unterstützt. Nachhilfeleistungen werden durch die Betreuerinnen o- der externe Nachhilfelehrer geleistet. Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt kontinuierlich durch anwesende Betreuerinnen, im Bedarfsfall werden zusätzliche pädagogische Fach- kräfte stundenweise tätig. Neben den Halt und Struktur gebenden Aspekten der Schul- und Berufsausbildung sehen wir in der schulischen und beruflichen Entwicklung einen besonde- ren Aspekt der Steigerung des Selbstwertes und der schrittweisen Verselbständigung. Dazu halten die Betreuerinnen einen engen Kontakt zu den kooperierenden Schulen. Die Schulleitungen und Bezugspädagogen werden über die Wohngemeinschaft und Erkran- kungsbild der Mädchen informiert. Dabei wird ein regelmäßiger Austausch über die schuli- sche Entwicklung (fachlich und persönlich) vereinbart. (Anlage: Musterwochenplan) Erfahrungsgemäß kommt es bei der Zielgruppe mehrmals wöchentlich zu Krisen im pädago- gischen Alltag: Insbesondere depressive Episoden unterschiedlichen Schweregrades, selbst- verletzendes und selbstbestrafendes Verhalten, Suizidandrohungen, Suizidalität, Weglaufen, Beschreibung von befremdenden Wahrnehmungen ohne Vorliegen einer Psychose, dissozi- ative Zustände bis hin zu Ohnmachtsanfällen können dabei auftreten. Darüber kommt es bei einem hohem psychischen Belastungsgrad auch innerhalb der Familien, bei Geschwister...
Gestaltung der Freizeit. Die Freizeit wird je nach Entwicklungsstand gemeinsam geplant und strukturiert. Angestrebt wird die Verinnerlichung eines salutogenen Lebensstils mit Ausgewogenheit zwischen Re- gressionsmöglichkeiten (Entspannung, Passivität, Erholung, Muße, genussvolles Essen) ei- nerseits und (innerer und äußerer) Anstrengung, Aktivität, Selbstkontrolle Herausforderung und Freude an körperlicher Leistung andererseits. Bei eskalierter Essstörungssymptomatik werden von den Mitarbeitern verstärkt Kompensationsmöglichkeiten und Kontakt angeboten bzw. gemeinsam entwickelt. Beginnend mit einer engmaschigen interdisziplinären Versorgung mit Tag- und Nacht-Be- treuung auf der Basis eines essstörungsspezifischen Konzeptes und entsprechender räumli- cher pädagogischer, therapeutischen Rahmenbedingungen wird die Annäherung an den All- tag mit alters- und entwicklungsgemäßen Bildungszielen begleitet. Je nach Entwicklungsver- lauf findet der Wechsel in eine weniger intensiv betreute Wohnform mit Verringerung der Versorgungsintensität statt. Die Jugendlichen werden bei der Planung und Strukturierung ihres schulischen Alltags je nach Entwicklungsstand unterstützt. Nachhilfeleistungen werden durch die Betreuerinnen o- der externe Nachhilfelehrer geleistet. Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt kontinuierlich durch anwesende Betreuerinnen, im Bedarfsfall werden zusätzliche pädagogische Fach- kräfte stundenweise tätig. Neben den Halt und Struktur gebenden Aspekten der Schul- und Berufsausbildung sehen wir in der schulischen und beruflichen Entwicklung einen besonde- ren Aspekt der Steigerung des Selbstwertes und der schrittweisen Verselbständigung. Dazu halten die Betreuerinnen einen engen Kontakt zu den kooperierenden Schulen. Die Schulleitungen und Bezugspädagogen werden über die Wohngemeinschaft und Erkran- kungsbild der Mädchen informiert. Dabei wird ein regelmäßiger Austausch über die schuli- sche Entwicklung (fachlich und persönlich) vereinbart. (Anlage: Musterwochenplan) Erfahrungsgemäß kommt es bei der Zielgruppe mehrmals wöchentlich zu Krisen im pädago- gischen Alltag: Insbesondere depressive Episoden unterschiedlichen Schweregrades, selbst- verletzendes und selbstbestrafendes Verhalten, Suizidandrohungen, Suizidalität, Weglaufen, Beschreibung von befremdenden Wahrnehmungen ohne Vorliegen einer Psychose, dissozi- ative Zustände bis hin zu Ohnmachtsanfällen können dabei auftreten. Darüber kommt es bei einem hohem psychischen Belastungsgrad auch innerhalb der Familien, bei Geschwister...