Empfindlichkeiten Musterklauseln
Empfindlichkeiten. Die Nutzung und Funktion des Schutzgutes Boden wird auf Grundlage der Bodenbeschaffenheit (z.B. Kornverteilung, Konsistenz, organische Bestandteile, Wassergehalt) bewertet. Zur Bestandserhebung und Feststellung der Leistungsfähigkeit der im Plangebiet anzutreffenden Böden werden ergänzend zum Ergebnis einer durchgeführten Baugrunduntersuchung die allgemein zur Verfügung stehenden Kartengrundlagen sowie Bodenbewertungsdaten nach der Reichsbodenschätzung gem. Bodenschätzungsgesetz (BodSchätzG - Gesetz über die Schätzung des Kulturbodens in Deutschland) zur Auswertung genommen. Die zugrundeliegende Landnutzung entspricht der Biotop- und Nutzungskartierung (mit 11 und 25 Landnutzungsklassen, M 1. 10.000) Thüringens der Erfassungsjahre 1993/94. Auf dieser Kartengrundlage basierend ist das Plangebiet als Freizeit-, Erholungsfläche beschrieben. Ein kleiner Teil (östlich/nordöstlich) wird als Verkehrsflächen dargestellt. Der Untersuchungsraum ist keinem Feldblock zugeordnet. Eine landwirtschaftliche Nutzung liegt demzufolge nicht zu Grunde. Naturräumlich gehört das Plangebiet der Hainch – Dün – Hainleite (Nr. 3.2) der Muschelkalk- Platten und –bergländer (Typ 3.0) an. Abbildung 7 Kartenauszug Themenbereich „Umwelt und Geologie“, Layer „Bodennutzung 11“, Quelle: Kartendienst des TLUG, Internetseite ▇▇▇.▇▇▇▇▇▇▇▇.▇▇▇▇▇▇▇▇▇-▇▇.▇▇ vom 15.10.2020 Gemäß geologischer Karte GK25 sind die Erdoberflächen im Untersuchungsgebiet bzw. nahe dem Stadtgebiet durch Lockergesteine des weichselzeitlichen Löß, Lößlehm des Pleistozäns geprägt. Der Bereich der Unstrutniederung ist geologisch mit Auelehm (Aueschluffe, Auetone) in Form von fluviatilen Ablagerungen (Auensedimenten, Lockergesteinen) beschrieben. Großräumig ist das Gebiet um Dingelstädt hauptsächlich durch Formationen und Schichten (Festgestein) des Oberen Muschelkalks dargestellt. Hydrogeologisch Dingelstädt dem Teilraum Muschelkalk der Thüringischen Senke zugeordnet. Regionalgeologisch finden sich unter dem Mutterboden pleistozäne Ablagerungen in Form von Lößlehm und Hangschutt, die von kalk- und Tonsteinen des Oberen Muschelkalkes unterlagert werden. Das Plangebiet liegt nach DIN 4149 in keiner Erdbebenzone und keiner Untergrundklasse. Im Bereich der Planungsflächen sind auslaugungsfähige Gesteine (hier Gips, Dolomite) in den ab etwa 40 bis 50 m Teufe anstehenden Schichten des Mittleren Muschelkalks eingeschaltet. Diese können grundsätzlich zu Senkungs- und Erdfallerscheinungen an der Erdoberfläche führen. Zirka 300 m wes...
Empfindlichkeiten. Die Veränderungsempfindlichkeit wird für die bereits versiegelten Flächen im Bereich des ehemaligen „Spreeparks“ als gering bewertet. Für die unversiegelten Flächen ist die Verän- derungsempfindlichkeit zwar höher, aber auch nur als mittel zu bewerten, da auch hier von überformten Böden auszugehen ist. Eine sehr hohe Empfindlichkeit besteht im Bereich des „Spreeparks“ dem eine sehr hohe Schutzwürdigkeit zugewiesen wird. Im Bereich des „Alten Eierhäuschens“ ist die Veränderungsempfindlichkeit im Bereich des früheren Ausflugslokals gering. In den an das „Alte Eierhäuschen“ angrenzenden Waldbereichen liegt eine hohe Ver- änderungsempfindlichkeit vor. Gegenüber Verdichtungen und damit verbundenen Veränderungen des Bodenwasserhaus- haltes / Entwässerung besteht im Plangebiet durch die grundwassernahen Standorte eine hohe Empfindlichkeit.
