Umrechnung Firsthöhe auf Gesamthöhe (IVHB 5.1) Musterklauseln

Umrechnung Firsthöhe auf Gesamthöhe (IVHB 5.1). Die altrechtliche Firsthöhe entspricht bei gewissen Konstellationen der Gesamthöhe (vgl. IVHB 6.1). Neu wird jedoch nicht mehr talseitig gemessen, sondern lotrecht: die Gesamthöhe ist der grösste Höhenunterschied zwischen dem höchsten Punkt der Dachkonstruktion und dem lotrecht darunter liegenden Terrain. Die Gesamthöhe kann somit im Gegensatz zur bisherigen Firsthöhe auch im Gebäudeinnern liegen. Die festzulegende Gesamthöhe kann, je nach zulässigen Gebäudetypen und möglichen Dach- formen in den jeweiligen Bauzonen, sehr unterschiedlich sein. Bei der Festlegung einer Gesamt- höhe muss sich die Gemeinde deshalb bewusst sein, welche Bauformen entsprechend den Zielen der jeweiligen Zonenvorschriften tendenziell gefördert bzw. eher verhindert werden sollen. In der Regel sind für unterschiedliche Dachformen (Schrägdächer, Flachdächer mit Attika) unter- schiedliche Gesamthöhen zweckmässig. Unter den möglichen Kombinationen sind folgende masslichen Festlegungen situationsgerecht: Unterschiedliche Masse wegen Geländeneigung Alle Dachformen keine Unterscheidung der Gesamthöhe bis ca. 10% Geländeneigung Unterscheidung allenfalls sinnvoll bei steilerem Gelände und bei Gebäudebreite ab 10 m Unterschiedliche Masse wegen Dachform Flachdach ohne Attika kann allein über Anzahl Vollgeschosse / Fassadenhöhe geregelt werden Flachdach mit Attika keine Unterscheidung der Gesamthöhe bis ca. 20° Dachneigung Unterscheidung allenfalls sinnvoll bei steileren Dächern Schrägdächer keine Unterscheidung der Gesamthöhe bei Dachneigungen bis ca. 20° generell und bis 30° bei maximalen Breiten von ca. 9 m Unterscheidung allenfalls sinnvoll bei steilerem Gelände und grösseren Breiten, da die Differenz 1 m und mehr ausmacht Die sehr offen formulierte Gesamthöhe berücksichtigt zwar das gesamte Volumen eines Gebäu- des, macht jedoch keine Aussagen zum Verhältnis Xxxxxxxxxxxx / Dach und auch nicht zum opti- schen Erscheinungsbild eines Gebäudes. Um ein einigermassen einheitliches zonengemässes Erscheinungsbild innerhalb einer bestimmten Zone zu erhalten, genügt deshalb in der Regel die alleinige Festlegung einer Gesamthöhe nicht. Ergänzend sind die Bestimmungen zur Dachge- staltung wichtig. Zur Sicherstellung eines zonentypischen Erscheinungsbildes sollte in der Regel ein zweites Mass (Fassadenhöhe oder Vollgeschosszahl) festgelegt werden.

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